Blumige Düfte
Die Blumendüfte: die älteste und umfangreichste Duftfamilie
Die blumige Duftfamilie bildet das historische Fundament der westlichen Parfümerie. Sie umfasst Kompositionen, die um eine einzige Blume herum aufgebaut sind — man spricht dann von einem Soliflor — oder um einen Strauß aus mehreren Blumen. Es ist auch die Familie, in der die Kluft zwischen natürlichen Rohstoffen und rekonstruierten Akkorden am größten ist, da sich viele Blumen einfach nicht extrahieren lassen.
Die weißen Blüten — Jasmin, Tuberose, Orangenblüte — sind opulent und sonnig, manchmal animalisch. Die pudrigen Blüten wie Iris und Veilchen bieten dagegen eine kühle und mineralische Eleganz. Dazwischen verwandelt sich die Rose je nach ihrer Umgebung.
Wie man sich in den Blumendüften orientiert
- Weiße Blüten: opulent, cremig, großzügige Sillage
- Pudrige Blüten: Iris und Veilchen, dezent und raffiniert
- Fruchtige Blumendüfte: Osmanthus, Pfingstrose, Frangipani
- Solifloren: eine einzige Blume im Mittelpunkt, klarer erkennbar
Eine weder weibliche noch männliche Duftfamilie in der Nischenparfümerie, in der sich Blumendüfte gerne mit holzigen und ledrigen Noten kreuzen.

























































































